25.7.

Wieder geht es auf der asphaltierten Landstraße von Dorf zu Dorf. Es sind Straßendörfer. Fast alle Häuser liegen am Weg, von der Straße nur getrennt durch ein kleines Stück Gartenland oder Rasen. Vor jedem Zaun steht eine Bank. Manchmal nehmen wir darauf Platz. Das stört niemnd. Im Dorf ist Betrieb. Fußgänger teilen sich die Straße mit den Autos und den Fuhrwerken. Auch LKW brettern durchs Dorf - und das nicht zu knapp. Obwohl am Ortseingang Schilder stehen: 50km/h, hält sich kaum ein Kraftfahrer daran. Wenn der LKW einem entgegen kommenden Fahrzeug ausweichen muss, gerät er soweit an seinen Straßenrand, dass sich eine mächtige Staubwolke erhebt. Das müssen die Dorfbewohner hinnehmen.

 

Die Leute wohnen in kleinen, gemauerten Häusern. Der Grundriss ist länglich, die eine lang Seite springt zur Hälfte zrück und ist von einer Säulenreihe geschmückt. Die Häuser sind in fröhlichen Farben gestrichen und das Mauerwerk oberhalb der Säulen hat bei jedem Haus eine andere Kontur. Viele Häuser sind von Weinranken oder Bäumen beschattet. In den Gärten wachsen Blumen und auch viel Gemüse. Immer wieder glingen mir schöne Bilder dieser fleißigen Menschen, deren Gesichter von der vielen Arbeit gezeichnet sind.

 

Frech überqueren Gänseherden die Straße. Die Autos haben gefälligst zu warten. Das funktioniert!

 

Nach 50 Km bekommen wir ein Zimmer in Zimnicea. Es kostet 28 € ohne Frühstück und riecht stark nach Mottenkugeln. In dem überhitzten Zimmer schlafen wir schlecht. Die Fahrräder sind in einem Winkel unter Treppe untergebracht. Sie stehen dort sicher, aber es war sehr schwierig, sie zwischen der Treppe und der Wand hindurch zu zwängen. Immerhin: Stets waren unsere teuren Räder nachts sicher untergebracht!

 

26.7.

Heute müssen wir 72 Km radeln. Wir passieren folgende Dörfer: Zimnicele, Nasturelu, Bujoru, Pietrosani, Gaujani, Cetuia, Veda, Malu, Slobozia. wir fahren durch die Stadt Giurgiu und überqueren dahinter die Donau: Der Grenzübergang nach Bulgarien ist die Brücke der Freundschaft, eine gewaltige Doppeldeckerbrücke, deren Mittelstück von zwei riesigen Toren markiert wird. Fotografieren ist nicht möglich. Es herrscht starker Verkehr, bei dem man nicht halten kann, auch fehlt ein Randstreifen.

 

Gleich hinter der Brücke rechts herum ist die Grenzstation. Wir wollen von einer Spur zur anderen wechseln und müssen dabei über eine Verkehrsinsel schieben, auf der einige Hunde in der Sonne dösen. In diesem Moment wachen sie auf und bellen uns wütend an. Wir machen, dass wir weiter kommen.

 

Ruse: In der Nähe unseres Hotels Plaza finden wir auch gleich die Fußgängerzone. Dort gibt es alles, was das Herz begehrt: Softeis, Pizza... Wir sehen einige Leute Maiskörner aus Tüten essen, die irgendwie besonders angerichtet sind - haben wir leider versäumt zu probieren.

 

27.7.

Warum Bulgarien? Warum Ruse?

Hier haben wir uns für zwei Nächte einquartiert, weil wir heute einen Tagesausflug zu den Felsenklöstern von Ivanovo planen. Das Gepäck bleibt im Hotel. Da hebt das Rad förmlich ab. Ohne Gepäck radeln - der ganze Vorteil zeigt sich, als wir erkennen, in welch "hügeliger" Landschaft wir uns jetzt wieder befinden. Wir schön eben war es doch im nördlichen Rumänien!

 

Aber: Dafür haben wir schöne Ausblicke, sobald wir die Anhöhen erreichen!

 

Nach gut 20 Km erreichen wir den Abzweiger: Links hinunter ins Tal. In unserem Bikeline-Heft von 2007 steht von diesem Abenteuer nichts, aber in der Huber-Karte sind diese Klöster verzeichnet. Beschrieben sind sie in einem Internetbericht eines schweizer Radlers.

 

Am Ende der Straße gibt es ein paar Stände, an denen Souvenirs verkauft werden. Hier beginnt ein Pfad, der sich durch den bewaldeten Felshang aufwärts windet. Bald haben wir das einzige öffentlich zugängliche Felsenkloster erreicht. Es ist die "Kirche der Heiligen Jungfrau". Sie besteht aus mehreren Räumen, die in den Fels geschlagen wurden in deren Wandputz reichlich Fresken aufgebracht wurden.Das Alter: mehrere hundert Jahre (800?). Wir staunen und spazieren dann noch im gleißenden Sonnenlicht den kleinen Pfad entlang, der überwältigende Ausblicke verschafft.

 

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DRG Stammtisch

Der DRG-Stammtisch, lange Bestandteil des Vereins wurde eingestellt. Wir sind dabei eine neue Gelegenheit zu schaffen, bei der sich unsere Mitglieder begegnen können. Was genau verraten wir demnächst.

 

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Rumänisch-Orthodoxe Gottesdienste

finden statt in der Kirchengemeinde "Hl. Johannes der Täufer" - Hamburg

Ort:
Tegelweg 151
22159 Hamburg

Das aktuelle Programm zu den Gottesdienste finden Sie unter:

www.parohia-hamburg.de