28.7.

Früh morgens durch Ruse, Passieren der Grenze, Überqueren der Donau in der Morgensonne, 10 Km nach Norden auf der vierpurigen Straße von Giurgiu, dann abbiegen nach rechts, hurra: wieder auf der ruhigen Landstraße von Dorf zu Dorf. Weit schweift der Blick in die Ebene. Ab und zu geht ein unbefestigter Weg für die Landwirtschaft von der Straße ab ins Land.

 

Ein Fuhrwerk wirbelt Staub auf. Hiert stört's keinen.

 

Übernachtung in Oltenita.

 

29.7.

Übernachtung in Calarasi.

 

30.7.

Wir wollen nicht durch das bergige Bulgarien, haben auch Rumänien lieb gewonnen und bleiben deshalb auf der Nordseite der Donau. Weil wir genug erlebt haben und uns auch etwas vor den berüchtigten Mückenschwärmen des Deltas fürchten, beschließen wir, bis Fetesti zu radeln und von dort mit der Bahn nach Konstanta zu fahren.

 

Nordöstlich von Calarasi besuchen wir eine Holzkirche. Es hat den Anschein, als würde sich hier in einem Nebengebäude eine Art Ausbildungsseminar für Priester befinden. Die Kirche ist innen mit schönen Malereien geschmückt. Drumherum liegt ein hübscher gepflegter Garten.

 

Unser Weg führt immer mal wieder in Sichtweite der Donau. Verlockend ist es, ein Bad zu nehmen, aber das Ufer ist leider nirgends geeignet.

 

um 16.09h sitzen wir mit unseren Rädern im Zug. Durch die eisernen Brücken sehen wir die Donau mit ihren Nebenarmen. Nach knapp zwei Stunden erreichen wir Constanta.

 

Das ist schon ein Kulturschock: Nach den Tagen des dörflichen Lebens steigen wir aus der Bahn und radeln durch eine Industriestadt. Denn schon nach kurzer Strecke haben wir den Blick frei über das Werftgelände mit vielen Kränen und Werkshallen. Wir finden ein günstiges Quartier im Hotel Guci.

 

Es ist nicht weit zum Strand. Wir erreichen ihn nach einigen hundert Metern Fußweg durch Straßen, deren Bürgersteige in unverschämter Weise von Autos zugeparkt sind. Die Küste fällt steil ab, der Strand, bzw. die Badebucht, liegt tief unter uns. Wir müssen noch die Treppe durchs Gebüsch hinabsteigen, dann sind wir am Strand. eine Liege unterm schattigen Schirm kann man für 5 € mieten, das Wasser ist warm. Es ist zauberhaft.

 

In der Fußgängerzone buchen wir den Rückflug Bukarest - Berlin. Der Flieger geht erst in einer Woche. Hurra! Jeden Tag Strand und Baden im warmen Schwarzen Meer. Zwischendurch erkunden wir die Stadt. Es gibt einen schönen Park. Besonders zu erwähnen ist natürlich der archäolgoische Park, in dem eine Reihe von steinernen Funden aus der Römerzeit liegen. Auch ein altes Stück Stadtmauer ragt empor. Die Römer haben entlang der Donau viele Spuren hinterlassen. Immer wieder sehen wir Mauerreste von militärischen Anlagen o.ä.. Auch hier in Constanta liegt der Akzent im Archäologischen Museum auf der Römerzeit. Vor dem Museum wird gerade der Platz renoviert.(39, Mitten in dieser gigantischen Baustelle steht der alte Dichter Ovid in Denkerpose - mit der Hand am Kinn, den Kopf vornübergebeugt.

 

Nicht weit von diesem Museum steht eine Ruine. Und das findet man in Constanta immer wieder: Eine Ruine zwischen bewohnten Häusern.

 

Abends gehen wir essen. Der Reihe nach kann man probieren: ein libanesisches, ein türkisches Restaurant, ein Grieche, ein Italiener. Dieser hat es uns besonders angetan: Im CinCin essen wir meistens, teilen uns eine Pizza und einen Salat. Dazu reichlich Bier!

 

Nach zwei Tagen müssen wir unser Hotel verlassen; denn alle Betten sind reserviert. Das Personal ist ausgesprochen freundlich und hat sogleich ein Ersatzquartier zum günstigen Preis für uns bereit: Gleich gegenüber ziehen wir ein ins Casa Tomis. Tomis war der Name der Stadt Constanta in römischer Zeit. Das Casa Tomis ist bemerkenswert. Es ist ein wunderschönes Haus, genauer: eine Villa! Sehr stilvoll eingerichtet von der Besitzerin, die das Objekt vor 8 Jahren gekauft hat. Wir loben ihren Geschmack. Sie erzählt uns, dass diese Villa früher in einem herrlichen Park stand, der zur Zeit Ceausescus eingeebnet wurde und als Bauplatz für ein gräßliches Gebäude missbraucht wurde. In diesem Gebäude, das unser Hotel u-förmig umgibt, ist heute die rumänische Post/Telecom untergebracht. Die Hotelbesitzerin schimpft: "Die Kommunisten..." und macht eine wegwerfende Handbewegung. Sie kann ein paar Brocken deutsch sprechen.

 

7.8.

Unsere Reise geht dem Ende entgegen.

 

Morgens um 8.00h finden wir uns mit den bepackten Räder an der Bushaltestelle am "Kaufland" ein. Wir haben reserviert, aber der Busfahrer ist skeptisch. Als er unsere dicke Bereifung sieht, meint er: "Das sind keine Fahrräder, das sind Maschinen". Dann jedoch stellt sich rasch heraus, dass alles in den Bus passt: Unsere Räder, unser Gepäck und das Gepäck aller anderen Fahrgäste.

Am Nachmittag sind wir in Berlin.

_______________________________________________________________

Hinweis 1: Das Schwarze Meer ist nicht schwarz, sondern blau!

Hinweis 2 : Vom Atlantik (Saint Nazaire) bis zum Schwarzen Meer (Konstanta) radelt man 3877km.

Seite 1 2 3

DRG Stammtisch

Der DRG-Stammtisch, lange Bestandteil des Vereins wurde eingestellt. Wir sind dabei eine neue Gelegenheit zu schaffen, bei der sich unsere Mitglieder begegnen können. Was genau verraten wir demnächst.

 

Sie sind nicht Mitglied und möchten un dennoch persönlicht treffen? Schreiben Sie uns, es wird sich eine Gelegenheit finden.

Rumänisch-Orthodoxe Gottesdienste

finden statt in der Kirchengemeinde "Hl. Johannes der Täufer" - Hamburg

Ort:
Tegelweg 151
22159 Hamburg

Das aktuelle Programm zu den Gottesdienste finden Sie unter:

www.parohia-hamburg.de